VVom 17. September 2019 bis Anfang Januar 2020 war im dritten Obergeschoss der just.art.gerichtsgalerie im Amtsgericht Moabit ein Querschnitt meiner künstlerischen Arbeiten zu sehen.
Berlin ist bekannt für seine ungewöhnlichen Ausstellungsorte – und manchmal entfaltet Kunst ihre größte Wirkung genau dort, wo man sie am wenigsten erwartet. Eine Galerie in einem Kriminalgericht gehört zweifellos dazu. In den Wartebereichen begegnen sich Menschen mit den unterschiedlichsten Lebensgeschichten: Richterinnen und Richter, Anwältinnen und Anwälte, Zeuginnen und Zeugen, aber auch Angeklagte und Besucher. Gerade dieser Kontrast zwischen Rechtsprechung und Kunst verleiht den ausgestellten Werken eine besondere Präsenz und eröffnet neue Perspektiven.
Die Initiatorinnen der Galerie formulieren ihr Anliegen treffend: Kunst und Justiz miteinander ins Gespräch zu bringen und Künstlerinnen und Künstlern einen außergewöhnlichen Ausstellungsort zu bieten. In diesem Umfeld entstehen Begegnungen mit Kunst, die außerhalb eines klassischen Museums oder einer Galerie vielleicht nie stattgefunden hätten.
Die just.art.gerichtsgalerie am Spreebogen wurde 2009 auf Initiative der Richterinnen Ulrike Fischer und Sabine Schumny gegründet und wird bis heute pro bono – zum Wohle der Allgemeinheit – betrieben. Die Galerie hat sich zu einem besonderen Ort des kulturellen Austauschs entwickelt und zeigt regelmäßig Werke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler..




